Pressemitteilung IPR 064 - 06. September 2011
Aachen. Ganz schön heiß ist die Arbeit am Schmiedefeuer, aber gestandene Handwerker wissen, dass sich das Schwitzen lohnt. So demonstrierten wieder zahlreiche Meister, Gesellen und Lehrlinge mit vollem Einsatz und mitten in Aachen, was ihre Berufe ausmacht – echte Handarbeit nämlich. Bei schönstem Sommerwetter am Samstag und viel Sonne mit etwas Regen am Sonntag kamen auch die Besucher voll auf ihre Kosten.
Reizvolle Unikate und ausgefallene Produkte zeigten 300 Aussteller beim 35. Europamarkt der Kunsthandwerker. Mit ihren Ständen verwandelten sie Aachens historische Altstadt am Samstag, 3., und am Sonntag, 4. September, in eine Trend- und Ideenbörse, die 200.000 Besucher anzog.
Schauen, stöbern, kaufen – der Europamarkt, der von der Handwerkskammer für die Region Aachen veranstaltet wird, bot eine bunte Vielfalt an hochwertigen Erzeugnissen. In den lebendigen Werkstätten rund um Dom und Rathaus ließen sich die Kunsthandwerker über die Schulter blicken und boten ihren Kunden, die oft Jahr für Jahr wiederkommen, fachkundige Beratung. Sie zeigten neue Trends, aber auch alte Techniken aus allen Bereichen der handwerklichen Gestaltung.
Gold- und Silberschmiede, Keramiker, Glasbläser, Korbflechter, Hutmacher, Weber, Schmiede, Bildhauer, Steinmetze und viele andere präsentierten ihre Produkte und Leistungen. Die Aussteller kamen aus verschiedenen Nationen und spiegelten die große Bandbreite handwerklichen Designs wider. So reisten Kunsthandwerker aus Frankreich, Polen, Ungarn und Spanien, aus den Niederlanden und Belgien an, um das kulturelle Großereignis zu bereichern.
Bemerkenswerte Stücke zeigte auch die Ausstellung der Designschulen in der Aula Carolina (Pontstraße). Neben der Akademie Gestaltung Münster zeigten die Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg und die Fachhochschule Düsseldorf, Abteilung Design, ausgewählte Projekte und Erzeugnisse. Ihre Studenten boten selber entworfene und hergestellte Produkte zum Kauf an. Die Besucher konnten bei den jungen Talenten nicht allein Möbel und Lampen, sondern auch Taschen und Kleidung bestaunen und erwerben.
"Gut zehn Prozent der Aussteller", so Wolfgang Kohl, Leiter der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg und Organisator des Marktes, "beteiligten sich zum ersten Mal an der großen Schau des Kunsthandwerks." Zu den Neulingen zählte etwa Christina Rozina, die Schmuck aus Papier herstellt und mit ihren Kreationen immer wieder überrascht. Oder Elena Graure Manta, die Taschen als Lichtobjekte anfertigt.
Die hochwertigen Erzeugnisse und Serien, die beim Europamarkt angeboten wurden, folgten den aktuellen Designtrends und trafen den Geschmack des Publikums. Neben Holzspielzeug und Handpuppen, für die sich kleine und große Kinder begeistern, gab es vieles andere zu sehen: Edelstahlmobiles, Holzkämme, Marionetten, Hängematten, Musikinstrumente, Arbeiten von Kalligraphen oder Lautsprecherboxen aus Stein. Kaum ein Wunsch blieb unerfüllt.