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Für Liebhaber hochwertigen Designs waren der 1. und 2. September fest eingeplante Termine in ihren Kalendern. An diesem Wochenende zeigten 600 Aussteller beim Europamarkt der Kunsthandwerker veranstaltet und organisiert von der Handwerkskammer für die Region Aachen neue Trends und Produkte, aber auch alte Techniken aus allen Bereichen handwerklicher Gestaltung. Der historische Stadtkern rund um das Aachener Rathaus und den Dom wurde an beiden Tagen zur Kulisse für eine vielschichtige, lebendige Werkstatt. Jeder der jährlich rund 250.000 Besucher konnte das Können der Gold- und Silberschmiede, Keramiker, Glasbläser, Korbflechter, Hutmacher, Weber, Steinmetze, Schmiede und Bildhauer aus nächster Nähe erleben. Anhänger individuell gestalteten Designs hatten die Gelegenheit, sich von sach- und gestaltungskundigen Kunsthandwerkern detailliert beraten zu lassen. In drei Jahrzehnten hat sich der Kunsthandwerkermarkt aus bescheidenen Anfängen zur größten Veranstaltung seiner Art entwickelt. Im Kalender der Kaiserstadt nimmt er einen festen Platz ein. "Neben Ausstellern aus bisher zwölf europäischen Nationen konnten wir Kunsthandwerker aus England und Dänemark begrüßen. Und anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Aachen-Reims kamen in diesem Jahr auch Kunsthandwerker aus der französischen Partnerstadt", freute sich Wolfgang Kohl, Organisator des Marktes und Leiter der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg. Die Akademie ist bei der EuRegionale 2008 mit einem Projekt vertreten. Ziel ist es, den Qualifizierungsaustausch in Sachen Handwerksdesign voranzubringen und die Kontakte über die Grenzen zu intensivieren. "Aus diesem Grunde stellen wir Informationen über unsere Projektpartner, das Arcus College in Heerlen und das ZAWM - Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes in Eupen in unserem Zelt zur Verfügung. Niederländische und belgische Kunsthandwerker sind gezielt von uns eingeladen, diesen Markt zu besuchen, um 2008 mit einem eigenen Stand dabei zu sein", so Kohl. Neue Angebote für die Besucher hatte er ebenfalls im Programm. So sind eine Anzahl von Textil- und Web- und Lederwerkstätten hinzugekommen, die modische Kleidung aus handgewebten Stoffen und Filz von klassisch bis experimentierfreudig zu bieten haben. Dazu kommen Accessoires wie Taschen, Hüte und Mützen sowie Schals und Schuhe aus hochwertigen Materialien. Exklusive Lederwaren ergänzen den Mix. Ein echter Hingucker und außerdem sehr elastisch und haltbar waren Ate-Ate-Korbwaren in indonesischer Nähtechnik, die aus einer Urwaldschlingpflanze hergestellt werden. Für interessante Einblicke sorgte auch das Zelt der Studenten der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg. Hier konnten die jungen angehenden Handwerks- und Meisterdesigner die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte vor einem breiten Publikum erproben.
"Die Mischung aus Tradition und Experiment, Gebrauchsgegenständen und Unikaten sowie die bei der Auswahl der Aussteller angelegten hohen qualitativen Maßstäbe bilden das Erfolgsrezept für den Europamarkt. Er ist ein Kaleidoskop handwerklichen und künstlerischen Gestaltungspotenzials. Hohe Gestaltungskompetenz punktet immer beim Wettbewerb um den Kunden", ist Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Aachen, überzeugt. Zum Markt sind nur eingetragene Betriebe und Mitglieder kunsthandwerklicher Arbeitsgemeinschaften zugelassen sowie eine kleine Zahl freier Künstler. Ein Faltblatt mit Lageplan der Stände erhielten Besucher im Info-Zelt der Kammer auf dem Marktplatz. | |
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